Die 5 größten Störfaktoren für Bewerber

Die Candidate Experience ist für Unternehmen und Marken enorm wichtig – ein Bewerber ist ein Multiplikator, dessen Zufriedenheit nicht außer Acht gelassen werden darf.

 

meinestadt.de hat untersucht, was Bewerber bei der Jobsuche am meisten frustriert und was Unternehmen besser machen können.
 
Das Ergebnis: Vor allem fehlendes Vertrauen in Personaler oder eine fehlende Rückmeldung auf die Bewerbung frustrieren die Jobsuchenden und werfen ein schlechtes Bild auf die Marke und das Unternehmen. Lesen Sie hier die Top 5 Störfaktoren für Jobsuchende und was Unternehmen dagegen tun können.

75 % nervt es, keine Antwort auf ihre Bewerbung zu erhalten
Keine Antwort zu erhalten ist extrem frustrierend für einen Bewerber – man hat sich Mühe gegeben und Zeit investiert und noch nicht einmal ein „Danke für Ihre Bewerbung“ kommt. Dies wirft ein schlechtes Licht auf Unternehmen und prägt die Einstellung eines Bewerbers zu der Marke!
Übrigens: auch automatisierte Eingangsmails oder Absagen haben einen Einfluss auf die Candidate Experience. Laut einer Umfrage sind diejenigen Bewerber, die am zufriedensten aus einem Bewerbungsprozess herausgehen, die die in der Regel KEINE Standardabsagen, sondern persönliche Rückmeldungen erhalten!

 

→ Nur weil man eine Absage erhält, muss der Kandidat nicht unzufrieden mit dem Bewerbungsprozess sein.
→ Ist die Absage persönlich formuliert, gehen die Bewerber mit einem wesentlich besseren Gefühl aus dem Prozess.

 

45 % bewerben sich nicht, wenn kein Ansprechpartner in der Ausschreibung angegeben ist
Unternehmen müssen ein Gesicht haben! Unpersönlichkeit ist schlecht. Bewerber erwarten einen konkreten Ansprechpartner für ihre Stelle. Einen Ansprechpartner zu nennen ist deshalb extrem wichtig, denn diese Anonymität hält sonst viele davon ab sich überhaupt zu bewerben.

 

Knapp 40 % gehen davon aus, dass die Personaler ihre Bewerbung nicht lesen
Fast die Hälfte der Befragten haben kein Vertrauen in die Personaler. Woher kommt diese kritische Sichtweise? Warum denken das so viele Bewerber? Sicherlich ist dies ein Ergebnis aus vielen negativen Bewerbungserfahrungen – schwarze Schafe färben sozusagen ab. Insgesamt gilt aber natürlich die Candidate Experience zu verbessern! Egal ob der Bewerber am Ende genommen wird oder nicht – er ist als Multiplikator zu sehen und wird seine Erfahrungen teilen.

 

43 % fehlt die Möglichkeit, sich mobil zu bewerben
Smartphones werden immer häufiger zur mobilen Jobsuche genutzt. Leider bieten nur sehr wenige Unternehmen die Möglichkeit sich mobil zu bewerben! Apps, wie truffls, machen vor, wie man sich schnell und einfach mobil bewerben kann. Einfach Profil hinterlegen, mit Xing oder LinkedIn verknüpfen und mit wenigen Klicks bewerben.

 

33 % ist der Recruitingprozess zu langwierig und zu kompliziert
Der Recruiting Prozess prägt den ersten Eindruck, den ein Bewerber von seinem potenziellen neuen Arbeitgeber bekommt. Missfällt dieser, so hat jeder dritte Befragte bereits einen Bewerbungsprozess abgebrochen bzw. einem Unternehmen in einem bereits laufenden Bewerbungsverfahren eine Abfuhr erteilt. Die Bewerber stören sich an zu langen Onlineformularen. Der Großteil will für eine Bewerbung mittels Formular nicht länger als 15 Minuten investieren. Andersherum sollte die Bearbeitungszeit auf Unternehmensseite schnell sein! Wer länger als 2 Wochen für eine Antwort (sei sie positiv oder negativ) benötigt, hat schlechte Karten.

Quellen:
– meinestadt.de Umfrage “Bewerben im Jahr 2016”
– meinestadt.de Umfrage “Zukunft Personal Einzelfragen_Mobile”, 2015
– Studie von Personalwirtschaft & Careerbuilder “360°-Studie Recruiting 2014”

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